Hans Kastler: Stephanssäule (1977)
Lüdersstraße 10-12, im Zentrum des Wohnrings
1.6 Künstler Hans Kastler
1931 geboren in Klam/ Österreich; er lebt und arbeitet in Happerg/Eurasburg;
1946-49 Ausbildung an der Bundesfachschule für Holz in Hallein, bei Prof. Hans Baier;
1951-54 Schüler von Prof. Fritz Behn in München;
ab 1955 als freischaffender Künstler erhält er zahlreiche Preise und Auszeichnungen;
1994 Kulturpreis der Stadt Wolfratshausen;
2004 Bundesverdienstkreuz am Bande.

Homepage des Künstlers
Aus einer runden Säule hat der Künstler den Hl. Stephan vertieft erhaben als Relief herausgearbeitet. Es ist der Augenblick der Steinigung dargestellt. Der Hl. Stephan hält das Kreuz im erhobenen rechten Arm, während von der anderen Seite die Steine schon geflogen kommen. Die Stele steht in einem Kreis aus rötlichen Plastersteinen. Eine geschwungene Einfassung umrahmt noch weitere Steinkreise.

Stephanslegende: Der Hl. Stephan wurde als erster Diakon gewählt und von den Aposteln durch Handauflegung geweiht. Er wirkte mit überzeugenden Predigten bekehrend. Wegen Gotteslästerung verleumdet und vor den Hohen Rat gestellt, sehen die Richter sein Antlitz wie das eines Engels strahlen, halten sich aber die Ohren vor seiner flammenden Verteidigungsrede zu, mit der er sein Bekenntnis durch Berufung auf Moses und die Propheten ablegt. Er wurde als Lästerer zur Steinigung verurteilt. Er sieht bei der Steinigung den Himmel offen, vergibt seinen Widersachern, betet und stirbt. Er war der erste Märtyrer, sein Gedächtnis wird am 26. Dezember gefeiert. Seine Gebeine befinden sich in Wien.